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     susannebritz   in vitro

 

Sie sagt: Die Zeichnung zieht sich aus." Zum Vorschein kommt ihr Körperbau in Teilen eines Bauplanes mit undurchdringlich schwarzen und probehaft leichten Partien.
Große und kleine Papierbogen werden für den kalkulierten Strip verwendet. Fotografien von Details einer gemauerten Platzeinfassung oder eines Gartenfragments assistieren den Zeichnungen unauffällig.
Für deren Fixierung genügen ein Stift, ein Stuhl, ein Tisch und Papier. Wie Röntgenaufnahmen aus dem Labor befestigte Susanne Britz die Blätter an den Glasscheiben des Ladens, den sie vorübergehend zum Atelier gemacht hatte, vor aller Augen in einer großen Vitrine arbeitend. Ausziehen ist auch Anziehen.
Sie schreibt:"Blick durchs Glas auf das Objekt, das sich in ihm bricht. Spiegelungen.
Auch die Einrichtung des Raums wird zum Objekt für die zeichnerische Wahrnehmungsbefragung. Glas als Membran und Projektionsfläche zwischen Innen und Außen. Die fertigen Arbeiten an der Glaswand werden allmählich zu einer zarten Hülle, Offenlegung aber auch Schutz in diesem Prozess. Die gezeichneten Dinge folgen nicht nur einer Bewegung im Raum, sondern auch einer Bewegung im Denken, das sich dialektisch zwischen den Dingen hin- und herwindet."

[Klaus Gallwitz, Katalog "in vitro", hrsg. von Künstlerhaus Schloß Balmoral, Bad Ems ]



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Installationsansicht, Bad Ems, 2002


 

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