Fotografien

ostwest

Lambda-Prints, kaschiert und gerahmt
60 x 80 cm, Auflage 5 + 2 AP

 

 

Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf, 2009

Auch in der Arbeit „ostwest“ dominiert ein flächig erscheinender Raum die Fotografien. Anders als bei den städtischen Nomaden, die – wenn auch in Bewegung dargestellt, so doch im Stillstand verharren, herrscht in den Fotografien dieser Serie Aktivität – die Menschen schreiten, laufen, gehen wirklich, wovon die durch Bewegung verursachte Unschärfe der Menschen zeugt. Nicht umsonst hat Susanne Britz das Thema der Passage in diesen beiden Fotografieserien bewusst platziert:

Es ist die Passage und das Passieren, das hier wie dort strukturell angelegt ist. Die Transitorte Straße und Gehweg werden bei ihr zu fantasievollen offenen Handlungsräumen, die Bewegung versinnbildlichen, gerade auch in übertragenem Sinne des Fortschreitens.

[Auszug aus: Passagen-Werke: Der Gehsteig als Transitort von Rainer Hoffmann, Katalog Raumgänger zur Ausstellung von Susanne Britz, Galerie Saalbau, Berlin, 2010]


 

stadtnomaden

Lambda-Prints,  auf Aludibond kaschiert
73 x 100 cm, Auflage 5 + 2 AP

 

 

Atelier, Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf, 2006

Der Begriff „stadtnomaden“, mit dem Susanne Britz eine Serie von Fotografien betitelt, vereint Widersprüchliches. Es werden archaische Bildszenerien von Nomaden aufgerufen, die in den Wüsten von Oase zu Oase umherziehen, Bilder von unwirtlichen, menschenleeren und -feindlichen Landstrichen, die im Gegensatz zum urbanen Raum stehen, zu geordneten zweckmäßigen Systemen, von Menschenhand für Menschen geschaffen.
Durch Kontextverschiebungen zwischen Tätigkeit und Umgebung entstehen Szenerien, die eine bizarre, surreal anmutende Wirkung entfalten. […]
Der in allen Dimensionen eng begrenzte Aktionsraum – zum Vordergrund hin, zu den Seiten und im bildfüllenden Hintergrund – wird zu einer Bühne, auf der die handelnden Personen wie Schauspieler agieren. Ihren Tätigkeiten, die in einem korrespondierenden Umfeld nicht weiter erwähnenswert wären, kommen in diesem Rahmen eine gestisch-abstrakte Tragweite zu.

[Auszug aus: Passagen-Werke: Der Gehsteig als Transitort von Rainer Hoffmann, Katalog Raumgänger zur Ausstellung von Susanne Britz, Galerie Saalbau, Berlin, 2010]